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Reinluft oder Rohluft - welche Anlage ist für die Bedürfnisse Ihres Unternehmens geeignet? Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Absaugtechniken? Der folgende Beitrag gibt Ihnen Antwort auf diese Fragen.



AL-KO mobil 100 Bei Rohluftanlagen befindet sich der Ventilator zwischen den Holzbearbeitungsmaschinen und dem Entstauber oder der Filteranlage. Die Holzbearbeitungsmaschine saugt durch den Ventilator die mit Spänen und Staub verunreinigte Luft (Rohluft) an, die anschließend in den Entstauber bzw. die Filteranlage gedrückt wird. Der Entstauber bzw. die Filteranlage stehen dabei unter Überdruck, weshalb Rohluftanlagen auch Überdruckanlagen genannt werden.

     

Rohluftanlagen können sehr einfach gebaut sein. Die gebräuchlichste Bauart ist die sog. Filtersack-oben/ Spänesack-unten-Bauweise. Die Rohluft bläst den Filter und den Spänesammelsack auf. Nachteilig wirkt sich bei diesem Prinzip aus, dass der Überdruck im Inneren der Filter den Staub nach außen drückt, so dass dieser bei der kleinsten Undichtigkeit aus dem Entstauber bzw. der Filteranlage austritt und sich wieder im Raum verteilt.

Das Laufrad des Ventilators muss sehr offen gebaut sein, weil dieser ständig von Staub und Spänen passiert wird; größere Stücke müssen durch das Laufrad transportiert werden, ohne dass sich Fremdkörper im Ventilator verkeilen können. Durch den ständigen Aufprall von Spänen und Staub entsteht hoher Verschleiß am Laufrad, der Wirkungsgrad fällt im Vergleich mit einem Reinluftventilator deutlich ab.



Vorteil der Rohluftentstauber ist allerdings, dass sie durch ihre einfache Konstruktion verhältnismäßig preisgünstig sind.

Im Holzgewerbe dürfen in der Werkstatt keine Rohluftanlagen aufgestellt werden, die Luft von offenen Anlagen in Filteraufstellräumen oder im Freien darf nicht zurückgeführt werden. Die in der abgesaugten Luft enthaltene Wärme wird nicht mehr in den Werkstattraum zurückgeführt, so dass die Werkstatt abkühlt.



AL-KO mobil JET 100 Bei Reinluftanlagen befindet sich der Ventilator hinter dem Filter. Die mit Staub und Spänen beladene Luft wird durch den Filter angesaugt und gereinigt bevor sie den Ventilator passiert. Das Gehäuse des Entstaubers oder der Filteranlage steht unter Unterdruck, deshalb werden Reinluftanlagen auch Unterdruckanlagen genannt.

Das Filterprinzip der Unterdruckanlage funktioniert nur mit einem vollständig umhausten Filter. Diese aufwendigere Kontruktion führt zu höheren Produktionskosten. Bei Undichtigkeiten wird die umgebende Luft zum Druckausgleich in den Filterraum hineingesaugt, es kann also kein Staub nach außen dringen.


Da der Ventilator nur mit der Luft in Berührung kommt, kann das Laufrad als Hochleistungslaufrad ausgeführt werden, d.h. im Ventilatorgehäuse können sehr kleine Luftspalten angebracht werden, die in Verbindung mit dem geschlossenen Laufrad der Reinluftanlage gegenüber dem Rohluftventilator zu einem sehr viel höheren Wirkungsgrad verhelfen.

Reinluftanlagen dürfen bis 6.000 m³/h Absaugleistung direkt im Arbeitsraum aufgestellt werden, wenn die entsprechende Prüfung der Baureihe vorliegt, so dass die warme Luft in der Werkstatt erhalten bleibt. Geschlossene Filterbauweise kann Rohluftseitig und Reinluftseitig betrieben werden.

 

 




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